Er hat einen Hintern wie Apollo
in seinen Hüften schwingt Elan
hat einen Charme wie Rene Kollo
und einen Blick wie Dschingis Khan
Du bleibst dein Leben lang ein Dodel
hat ihn der Lehrer oft geneckt
heut ist er Unterhosen-Model,
ein Macho und ein Lustobjekt
Macho Macho kannst net lernen
Macho Macho muss man sein
Macho Macho sind fast immer vom dabei
Macho Machos leben gefährlich
Macho Machos haben was los
man fühlt sich matt
schon ist der Andrang gar so groß
Die Mutter ruft ihn heut noch „Sepperl“
doch seine Freund sag′n „Miami“
er war zwar in der Schul ein Depperl
aber das stört die Damen nie
Schon wieder kommt eine Kanaille
und greift ihm lüstig ans Gesäß
kein Wunder bei der Wespentaille
wird jede Klosterfrau nervös
Macho Machos bleiben in Mode
Macho Machos sterben net aus
Macho Machos nimmt man gerne mit nach Haus
Macho Machos haben viel Neider
Machos haben viele Freund verloren
sie sind leider um die „Hasenlänge“ vorn
Sie liebt Schimanskis Mörderhammer
und liegt oft wach im Schlafgemach
der Gatte im Flanellpyjama
vergreift sich nur am Tiefkühlfach
Sie träumt von Eros Ramazottel
und Julio Iglesias
doch neben ihr der zahme Trottel
sagt nur: „Gib Ruh, jetzt les‘ ich was!“
Nur Macho Machos haben die Härte
Macho Machos gehört die Welt
Macho Machos haben was anderen leider fehlt
Macho Machos sind zwangsläufig Machos
haben häufig Stress
von der Klofrau bis hinauf zur Stewardess
Willst du behaarte Männerbrust
Du nicht über den Brenner musst
bei uns gibts Machos die san
glatt schon gut wie nie
Die Frau aus Industrie und Adel
verbeisst sich ins Tiroler Wadel
genauso gern wie in die Herrn aus Rimini
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Macho Macho ist ein Lied, das dem österreichischen Liedermachers Rainhard Fendrich in der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz zum kommerziellen Durchbruch verhalf
Nach eigenen Angaben schrieb Fendrich das Lied 1988 mit einfachen Kreuzreimen binnen 20 Minuten als Gegenreaktion auf einen Artikel in der Zeitschrift Brigitte, in dem eine Abkehr vom Softie hin zum Macho gefordert wurde. Er habe mit dem Song, den er eher als Albernheit gesehen habe, ein ironisches Statement abgeben wollen. Das Lied ist komplett in Wienerischem Dialekt gesungen. Die Musik ist ein mexikanisches Volkslied. Die B-Seite der Schallplatte beinhaltete das Lied eingesungen auf Spanisch.
Die Nummer war keine Auskopplung aus einem Album Fendrichs, sondern erschien gesondert sowohl als 7″ Single als auch 12″ Maxi-Single bei Ariola. Produziert wurde Macho Macho von Tato Gomez, der mit der Single ebenfalls seinen kommerziellen Durchbruch feierte. Fendrich und Gomez haben seitdem bei weiteren Projekten erfolgreich zusammengearbeitet. Auf einem Album wurde die Nummer 1992 erstmals auf I Am From Austria sowie in der Liveversion bereits 1989 auf dem Mitschnitt Das Konzert veröffentlicht. Weiterhin enthielt die Compilation Macho Macho von 1994 den gleichnamigen Song.
