Marianne Rosenberg – Jeder Weg hat mal ein Ende (1973)

Jeder Weg hat mal ein Ende
Jedes Glas bricht mal entzwei
Doch die Liebe, die uns beide bindet
Ist unendlich, sie geht nie vorbei
Ja, wenn Du gehst, dann bin ich traurig
Doch aus das hat seinen Sinn
Denn ich weiß erst dann, wenn Du nicht da bist
Wie einsam ich ohne Dich bin
Ich geh‘ durch kahle Räume
Träum‘ unerfüllte Träume
Der Platz, an dem Dein Mantel hing, bleibt leer
Die Uhr läuft viel zu langsam
Ich denke nur noch daran
Du kommst bald zurück und gehst nie mehr
Jeder Weg hat mal ein Ende
Jedes Rad bleibt einmal steh’n
Aber die Geschichte uns’rer Liebe
Wird immer wieder weitergeh’n
Jeder Weg hat mal ein Ende
Jedem Licht folgt Dunkelheit
Aber das, was ich für Dich empfinde
Überwindet den Raum und die Zeit
Ich nehm‘ Deine Hände
Ich halt‘ Dich fest und denke
Endlich sind wir beide ganz allein
Die Sonne strahlt gleich heller
Die Erde dreht sich schneller
Es ist so schön bei Dir zu sein
Jeder Weg hat mal ein Ende
Jedes Glas bricht mal entzwei
Doch die Liebe, die uns beide bindet
Ist unendlich, sie geht nie vorbei
Ja, wenn Du gehst, dann bin ich traurig
Doch aus das hat seinen Sinn
Denn wenn Du nicht da bist, weiß ich erst
Wie glücklich ich mit Dir bin
Ich mit Dir bin

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Marianne Rosenberg (* 10. März 1955 in West-Berlin) ist eine deutsche Pop- und Schlagersängerin sowie Songwriterin. Sie war vor allem in den 1970er Jahren mit Titeln wie Mr. Paul McCartney, Er gehört zu mir, Lieder der Nacht und Marleen erfolgreich.

Sie wurde in Berlin-Lankwitz geboren und wuchs in einer Künstlerfamilie in Berlin-Britz auf. Nach eigener Aussage hatte sie Ende der 1970er Jahre eine dreijährige Beziehung mit dem Moderator und Schauspieler Ilja Richter, die beide auf Drängen von Rosenbergs Plattenfirma verheimlichten. Sie selber sagte später über diese Zeit: „Wir wollten sogar heiraten und eine Familie gründen.“  Rosenbergs langjähriger Lebensgefährte ist der Journalist und Politiker Michael Klöckner. Aus dieser Verbindung entstammt ihr Sohn, Max (* 1993), der als Musiker, Tontechniker und Produzent tätig ist.

Marianne Rosenberg ist das dritte von sieben Kindern von Otto Rosenberg, einem Sinto und Überlebenden des Porajmos, des Völkermords an den europäischen Roma und Sinti, und langjährigem Vorstandsmitglied des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Im Alter von vierzehn Jahren gewann Rosenberg einen Talentwettbewerb im Romanischen Café im Europa-Center in Berlin. Danach nahm sie ihre erste Schallplatte, Mr. Paul McCartney, auf, die 1970 ihr erster Erfolg wurde und als höchste Notierung Platz 33 der deutschen Singlecharts erreichte. Mit ihren nachfolgenden Liedern, Fremder Mann (1971), Er ist nicht wie du (1971), Warum gerade ich und Jeder Weg hat mal ein Ende (1972) platzierte sie sich erfolgreich in den deutschen Singlecharts. Ihr Produzent Joachim Heider brachte dann ab Mitte der 70er den Phillysound in die Rosenberg-Songs, damit wurden Lieder wie Er gehört zu mir (1975), „Ich bin wie du“ (1975), Lieder der Nacht (1976) und Marleen (1976) zu Radio- und Disco-Klassikern und machten sie zu einer der erfolgreichsten deutschen Schlagersängerinnen der 70er Jahre.

1975 nahm Rosenberg erstmals an der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision de la chanson (Eurovision Song Contest) teil und platzierte sich mit ihrem Lied Er gehört zu mir auf Platz 10. Trotzdem wurde das Lied ein Hit, das später vor allem in der Schwulenszene zum Evergreen avanciert ist. 1976 drehte Rosa von Praunheim ein Filmportrait über sie, in dem sie erstmals öffentlich über ihre familiären Wurzeln sprach.  1976 und 1977 erhielt sie den bronzenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift Bravo.

1976 sang sie bei der luxemburgischen Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision Tout peut arriver au cinéma (Lieder der Nacht). Sie scheiterte an ihrem Landsmann Jürgen Marcus, der für Luxemburg zum Finale nach Den Haag fuhr. Die deutsche Vorentscheidung 1978, bei der Rosenberg mit Nein, weinen werd’ ich nicht Platz 7 erreichte, wurde nur im Radio, aber nicht im Fernsehen ausgestrahlt. 1980 nahm sie an der deutschen Vorentscheidung mit Ich werd’ da sein, wenn es Sturm gibt teil und belegte Platz 12. Bei der deutschen Vorentscheidung 1982 belegte sie mit Blue-Jeans-Kinder Platz 8.

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