Sie treffen sich täglich um viertel nach drei, oh, oh, oh (oh yeah)
Am Stammtisch im Eck in der Konditorei, oh, oh, oh (oh yeah)
Und blasen zum Sturm auf das Kuchenbuffet
Auf Schwarzwälder Kirsch und auf Sahne-Baiser
Auf Früchteeis, Ananas, Kirsch und Banane
Aber bitte mit Sahne (aber bitte mit Sahne)
Sie schwatzen und schmatzen, dann holen sie sich, oh, oh, oh (oh yeah)
Noch Buttercremetorte und Bienenstich, oh oh oh (oh yeah)
Sie pusten und prusten, fast geht nichts mehr rein
Nur ein Mohrenkopf höchstens, denn Ordnung muss sein
Bei Mathilde, Ottilie, Marie und Liliane
Aber bitte mit Sahne (aber bitte mit Sahne)
Und das Ende vom Lied hat wohl jeder geahnt, oh, oh, oh (oh yeah)
Der Tod hat reihum sie dort abgesahnt, oh oh oh (oh yeah)
Die Hinterbliebenen fanden vor Schmerz keine Worte
Mit Sacher- und Linzer und Marzipantorte
Hielt als letzte Liliane getreu noch zur Fahne
Aber bitte mit Sahne (aber bitte mit Sahne)
Doch auch mit Liliane war es schließlich vorbei, oh, oh, oh (oh yeah)
Sie kippte vom Stuhl in der Konditorei, hm, hm, hm (oh yeah)
Auf dem Sarg gab’s statt Kränzen verzuckerte Torten
Und der Pfarrer begrub sie mit rührenden Worten
Dass der Herrgott den Weg in den Himmel ihr bahne
Aber bitte mit Sahne (aber bitte mit Sahne)
Noch ein Tässchen Kaffee? (Aber bitte mit Sahne)
Noch ein kleines Baiser? (Aber bitte mit Sahne)
Oder soll’s vielleicht doch ein Keks sein? (Aber bitte mit Sahne)
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Aber bitte mit Sahne ist ein Lied des österreichischen Sängers Udo Jürgens aus dem Jahre 1976. Komponiert wurde es von Jürgens auf einem Blüthner-Flügel, den er als Gage für seine Auftritte in der DDR erhalten hatte. Der Liedtext stammt von Eckart Hachfeld und Wolfgang Spahr. Das Lied wurde wiederholt
Im Lied geht es um Mathilde, Ottilie, Marie und Liliane, eine Gruppe älterer Damen, die sich regelmäßig in der Konditorei treffen und „… zum Sturm auf das Kuchenbuffet …“ blasen. „Aber bitte mit Sahne“ bildet dabei die Schlusszeile jeder Strophe. In den ersten beiden Strophen werden die Kaffeekränzchen und die dabei verzehrten Leckereien beschrieben. In der dritten wird beschrieben, dass die Damen bis auf Liliane nacheinander sterben – das Lied legt nahe, letztlich am Übergewicht –, es aber auch zu den Beerdigungen zahlreiche Torten gibt. In der letzten Strophe stirbt schließlich auch Liliane, die vom Stuhl kippt, und der Pfarrer begräbt sie mit Worten „… dass der Herrgott den Weg in den Himmel ihr bahne“ – worauf die Strophe wieder mit „aber bitte mit Sahne“ schließt. In einem kleinen Nachvers wird schließlich gefragt, ob es vielleicht doch lieber ein Keks sein soll.
Wegen des Textes zweifelte Udo Jürgens daran, ob das Stück seinen weiblichen Fans gefallen würde; wegen der letzten Strophe wurde Jürgens seinerzeit Gotteslästerung vorgeworfen und das Lied von einigen Radiosendern nicht gespielt.
Der Song wurde am 21. Juni 1976 von Ariola in Deutschland als Single veröffentlicht; er ist 3:35 Minuten lang. Der Titel erschien auch auf mehreren „Best-of“-Ausgaben von Udo Jürgens.

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