Wie eine Blume am Winterbeginn
Und so wie ein Feuer im eisigen Wind
Wie eine Puppe, die keiner mehr mag
Fühl ich mich an manchem Tag
Dann seh‘ ich die Wolken, die über uns sind
Und höre die Schreie der Vögel im Wind
Ich singe aus Angst vor dem Dunkeln ein Lied
Und hoffe, dass nichts geschieht
A little loving, a little giving
To build a dream for the world we live in
A little patience and understanding
For our tomorrow a little peace
A little sunshine, a sea of gladness
To wash away all the tears of sadness
A little hoping, a little praying
For our tomorrow a little peace
Que puis je faire avec une chanson
Mais pourquoi me taire, il n’y a pas de raison
Pour faire la guerre c’est mieux ton cadeau
Il y a qu’a trouver l’unison
Een beetje vrede, een beetje liefde
Voor onze wereld waarop wij wonen
Een beetje vrede, een beetje vreugde
Erover dromen dat doe ik al
Moins de frontières, moins de misères
Moins d’égoisme, de mots enismes
Moins de paroles et de symboles
Plus de tendresse, moins de promêts
Soy solo un poeta que quiere lograr
Con mis canciones más cerca llegar
Paloma de paz, solo yo quiero ser
Y así poder sembrar paz
Paz y esperanza, ruego y anhelo
Al gran Señor que nos conceda
Que en este mundo en que vivimos
Para el mañana un poco de paz
Ein bisschen Frieden, ein bisschen Träumen
Und dass die Menschen nicht so oft weinen
Ein bisschen Frieden, ein bisschen Liebe
Dass ich die Hoffnung nie mehr verlier
We are feathers on the breeze
Sing with me my song of peace
Da s’ercome on chante encore
Ma prière: la paix sur terre
Sing mit mir ein kleines Lied
Dass die Welt in Frieden lebt
Singt mit mir ein kleines Lied
Dass die Welt in Frieden lebt
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Ein bißchen Frieden ist ein Lied, das als deutscher Beitrag zum Eurovision Song Contest 1982 von Ralph Siegel komponiert, von Bernd Meinunger getextet und von der damals 17-jährigen Sängerin Nicole präsentiert wurde. Es war der erste deutsche und nach Merci, Chérie (Udo Jürgens, 1966) der zweite deutschsprachige Titel, der den Eurovision Song Contest gewann.
Nicole selbst hatte kurz zuvor zwei Singles herausgebracht, und zwar Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund (veröffentlicht am 29. Juni 1981) und Der alte Mann und das Meer (7. Dezember 1981). Mit dem Titel Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund hatte Nicole die Vorentscheidung zum Eurovisionswettbewerb 1981 zwar verfehlt, konnte hiermit jedoch Rang 2 der deutschen Hitparade erreichen. Ralph Siegel hatte für diesen Wettbewerb, der seit 1956 ausgetragen wird, den deutschen Beitrag beigesteuert. Motive für den Text waren der sich im März 1982 abzeichnende Falklandkrieg und die laufende Nachrüstungsdebatte. Das Lied apostrophiert den sehnsüchtigen Wunsch nach Frieden in der Welt, die viele kriegerische Ereignisse erleben muss. Meinungers Text sehnt sich den überpolitischen Frieden und Mitmenschlichkeit herbei. Dabei steigert sich der Text bis zum Schluss, wo ein Chor den Refrain singt, während Nicole in einer überlagernden kontrapunktierten Melodie die Hörer textlich einbezieht.
Die Musikaufnahmen zu Ein bißchen Frieden wurden vom Musikproduzenten Robert Jung im Olympia-Studio (damals in München-Bogenhausen) überwacht, das Ralph Siegel gehörte; als Tonmeister fungierte Conny Jahn. Das Lied war eine von 807 Kompositionen, die der Jury der Arbeitsgemeinschaft deutsche Musikwettbewerbe eingereicht wurden, von denen 24 Titel den Hörern von sechs Rundfunkanstalten vorgestellt wurden. Ein bißchen Frieden erreichte lediglich den letzten Platz. Auf dem Vorentscheid hingegen siegte die junge Sängerin souverän. Nach dem Radiohalbfinale erreichte Nicole die deutsche Vorentscheidung Ein Lied für Harrogate am 20. März 1982 in München, die sie mit großem Stimmenvorsprung gewinnen konnte. Hier wirkte neben dem Lied auch die von Ralph Siegel inszenierte optische Präsentation. Auf einem Hocker sitzend, trat Nicole in einem sittsam wirkenden Kleid auf und begleitete sich selbst auf einer weißen Gitarre. Eine Harfenistin und das in weißen Anzügen an weißen Instrumenten (Ralph Siegel spielte am schwarzen Piano) und weißen Podesten spielende Orchester gehörten ebenfalls zur Szenerie. Die Farbe Weiß gilt als die Friedensfarbe.

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