In München steht ein HofbräuhausDoch Freudenhäuser müssen rausDamit in dieser schönen StadtDas Laster keine Chance hatDoch jeder ist gut informiertWeil Rosi täglich inseriertUnd wenn dich deine Frau nicht liebtWie gut, dass es die Rosi gibtUnd draußen vor der großen StadtStehen die Nutten sich die Füße plattSkandal (Skandal) im SperrbezirkSkandal (Skandal) im SperrbezirkSkandal, Skandal um RosieJa, Rosi hat ein TelefonAuch ich hab ihre Nummer schonUnter zwounddreißig sechzehn achtHerrscht Konjunktur die ganze NachtUnd draußen im Hotel L’AmourLangweilen sich die Damen nurWeil jeder, den die Sehnsucht quältGanz einfach Rosis Nummer wähltUnd draußen vor der großen StadtStehen die Nutten sich die Füße plattSkandal (Skandal) im SperrbezirkSkandal (Skandal) im SperrbezirkSkandal, Skandal um RosieJa, Rosi hat ein TelefonAuch ich hab ihre Nummer schonUnter zwounddreißig sechzehn achtHerrscht Konjunktur die ganze NachtUnd draußen im Hotel L’AmourLangweilen sich die Damen nurWeil jeder den die Sehnsucht quältGanz einfach Rosis Nummer wähltUnd draußen vor der großen StadtStehen die Nutten sich die Füße plattSkandal (Skandal) im SperrbezirkSkandal (Skandal) im SperrbezirkSkandal, Skandal um Rosie, Skandal(Moral), Skandal, (Moral), Skandal(Moral), Skandal, (Moral), Skandal(Moral), Skandal, (Moral), Skandal, Skandal(Moral), Skandal, (Moral), Skandal(Moral), Skandal, (Moral), Skandal(Moral) Skandal um Rosie
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Skandal im Sperrbezirk ist ein Lied der bayerischen Rock-’n’-Roll-Band Spider Murphy Gang aus dem Jahr 1981. Es wurde als Single aus dem Nummer-1-Album Dolce Vita, das im selben Jahr erschien, ausgekoppelt und war der einzige Nummer-eins-Hit der Band. Das Lied wird der Neuen Deutschen Welle zugerechnet. Die Single verkaufte sich über 750.000-mal.
Text und Musik stammen vom Bassisten und Sänger der Band, Günther Sigl. Für das Motiv mit der stakkatomäßig gespielten elektronischen Orgel ließ sich Keyboarder Michael Busse von Won’t Get Fooled Again von The Who inspirieren. Er verwendete dabei das Umhängekeyboard Moog Liberation, mit dem sich das einhändig gespielte Riff optimal umsetzen ließ. Mit dessen im linken Griff verbauten kapazitiven Feld (Pitch-Bender) und dem dadurch ermöglichten Vibrato simulierte er außerdem den Klang einer Polizeisirene
Das Lied handelt von einer fiktiven Münchner Prostituierten namens Rosie, die den Prostituierten außerhalb des Münchner Sperrbezirks die Freier wegnimmt. Rosi war der Name einer Freundin von Sigl. Eine Inspiration für das Lied war der Schlager Skandal um Rosi von Erik Silvester aus dem Jahr 1970.
Skandal im Sperrbezirk entstand im Kontext der Neugestaltung des Münchner Sperrbezirks. Bereits anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 war eine strengere Sperrbezirksverordnung erlassen worden. Nachdem die CSU 1978 die Mehrheit im Münchner Stadtrat errungen hatte, war die Sperrbezirksverordnung 1980 nochmals deutlich verschärft worden. Unter dem seinerzeitigen CSU-Kreisverwaltungsreferenten Peter Gauweiler wurde dann ab 1982 eine strenge Überwachung der Verordnung eingeführt, mit der die offene Prostitution weitestgehend in die Stadtrandbereiche verdrängt wurde. Gauweiler ging gegen Sex-Clubs, Peepshows und Gaststätten zweifelhaften Rufs vor. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, „scharfen Sex“ aus München zu verbannen. Infolgedessen war fast im gesamten Münchner Stadtgebiet Prostitution jeglicher Form verboten, nicht nur auf der Straße, sondern auch in Wohnungen oder Hotels. Straßenstrich-Bereiche verlagerten sich dadurch vor die Tore von München. Ausprägungen davon sind noch heute sichtbar, so z. B. an einem Parkplatz an der Bundesstraße 13, nahe der Autobahn-Anschlussstelle Neuherberg der A 99, der nach wie vor für Straßenprostitution genutzt wird. Dieser Parkplatz liegt zwar in unmittelbarer Nähe des Münchner Stadtgebiets, gehört selbst aber gerade noch zum Gemeindegebiet von Oberschleißheim. Infolge solcher Straßenstrich-Bereiche, die sich damals wegen der verschärften Sperrbezirksverordnung in unmittelbarer Nähe der Münchner Stadtgrenze (aber noch außerhalb des Stadtgebiets) gebildet hatten, entstand der Liedtext (Teil des Refrains): Und draußen vor der großen Stadt stehn die Nutten sich die Füße platt.
Wegen des im Liedtext vorkommenden Wortes „Nutten“ boykottierten Radiosender aus Bayern das Lied im Herbst 1981 nach seiner Veröffentlichung. Im Gegensatz dazu nahmen die Sender außerhalb von Bayern keinen Anstoß daran und Anfang 1982 erreichte das Lied Platz eins der deutschen Singlecharts. Auch in der ZDF-Hitparade wurde der Song nicht gespielt, laut Günther Sigl, da Dieter Thomas Heck dies nicht wollte. Das Lied sei ihm „zu heiß“ gewesen.

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