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Freddy Quinn (* 27. September1931 in Wien , Niederfladnitz oder Pula als Franz Eugen Helmuth Manfred Nidl,später Nidl-Petz,auch Manfred Quinn) ist ein österreichischerSchlagersänger und Schauspieler . Er hatte zwischen 1956 und 1966 zehn Nummer-eins-Erfolge in der deutschen Hitparade, verkaufte rund 60 Millionen Schallplatten und wurde zu dieser Zeit zum erfolgreichsten deutschsprachigen Sänger. Er ist seit vielen Jahrzehnten Wahlhamburger
Freddy Quinn wurde 1931 als Sohn des Kaufmanns Johann Quinn († 1943), der irischer Abstammung war, und der österreichischen Journalistin Edith Nidl (1910–1978) geboren. Nachdem sein Vater mit ihm in die Vereinigten Staaten gezogen war, besuchte Quinn zunächst die Grundschule in Morgantown, West Virginia. Er lernte das Bugle, eine Clairon (eine Art Signaltrompete), zu spielen, und Englisch wurde für ihn zur zweiten Muttersprache.Als seine Mutter das Sorgerecht erhielt, kam er zu ihr nach Wien, wo er nach seiner Mitgliedschaft beim Deutschen Jungvolk bei einem Fanfarenzug spielte. Nach der Heirat seiner Mutter mit einem „verarmten Adeligen“, Rudolf Anatol von Petz (1887–1961), der vornehmlich für eine der beiden Zeitschriften seiner Mutter, die Tierpost und Die Glocke, Tiergedichte schrieb, wurde er von diesem adoptiert. Quinn mochte ihn nicht. Später musste er mit einem Anwalt „fünfzehn Jahre lang darum kämpfen, den Namen seines Adoptivvaters loszuwerden“. Während des Zweiten Weltkriegs kam er via Kinderlandverschickung nach Ungarn, wo er das Kriegsende erlebte. Auf der Flucht vor der Roten Armee traf er bei Pilsen auf amerikanische Streitkräfte. Sein fließendes Englisch ermöglichte es dem damals Vierzehnjährigen, sich den GIs als Amerikaner auszugeben. Im Mai 1945 wurde er mit einem Militärtransport in die Vereinigten Staaten gebracht. Im Flüchtlingslager auf Ellis Island im Hudson River bei New York City erfuhr er, dass sein Vater bereits 1943 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Quinn wurde daraufhin mit dem nächsten Schiff zurück nach Europa geschickt und verbrachte in Antwerpen ein Jahr in einem Heim für Schwererziehbare, da es Schwierigkeiten mit seinen Papieren gab. Währenddessen besuchte er die Volksschule. Als er wieder in Wien eintraf, konnte er Niederländisch und Französisch sprechen. Seine gymnasiale Schulzeit verbrachte er am Wiener Gymnasium Albertgasse in der Josefstadt. Als Sechzehnjähriger riss er aus und schloss sich einem Zirkus an, wo er als Kapellmeister und Akrobat arbeitete, er schlug sich als Saxophonspieler durch und ließ sich zum Akrobaten und Seiltänzer ausbilden. Weil er minderjährig war, wurde er von seinem Stiefvater polizeilich gesucht. Nach einer Warnung flüchtete Quinn vom Burgenland per Autostopp in die italienische Hauptstadt Rom, wo er Klavier für die US-amerikanischen Soldaten spielte. Über Palermo gelangte er per Schiff nach Tunis und von dort als Anhalter nach Algerien. Später kam er nach Marseille, Paris und Rotterdam.In den Bars der Stadt Sidi bel Abbès spielte er auf seiner Gitarre vor den dort stationierten Fremdenlegionären, von denen damals die Mehrheit aus dem deutschsprachigen Raum stammte, seine Lieder über Sehnsucht und Heimweh. Das brachte ihm viel Sympathie und Geld ein. Ein Ausbilder der Legion bot ihm an, dass er die Grundausbildung probeweise mitmachen und sich danach entscheiden könne, ob er in der Legion bleiben wolle oder nicht. Nach drei Wochen Drill entschied sich Quinn für das Zivilleben und kehrte später nach Deutschland zurück.

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