Bernhard Brink – Frei und abgebrannt (1979)

Ich war fast pleite, ein Drink war noch drin, ich ging hineinDrüben am Flipper stand sie, steckte den letzten Groschen reinAn meinem Bier hielten wir zwei uns fest, fast die ganze NachtSie machten dicht und wir zwei sind aus all unsern Träumen erwachtEin neuer Morgen im Schein der SonneFrei und abgebranntStand ich mit ihr am StraßenrandKomm, wir ziehen losGanz gleich wohin, die Welt ist großDrei harte Wochen, wir jobten, alles hat seinen PreisUnd für das Erste hat es dann schließlich doch gereichtWir zogen los, aus dem Käfig mal raus, der uns hier umgibtEin Hemd, ein Paar Jeans, das ist alles, was uns zum Glück genügtDas ist ein Leben, auf Wolken schwebenFrei und abgebranntSteh ich mit dir am StraßenrandUnd das MorgenlichtVerzaubert langsam dein GesichtFrei und abgebranntDas Haar voll Staub, die Schuh‘ voll SandKomm, ich lad dich einHier schmeckt das Wasser süß wie WeinIch seh die Freunde, sie jagen dem Geld nach, tagaus, tageinDoch es ist gar nicht so schwer, so wie wir einmal frei zu seinIm Schatten träumen, ein Bett unter BäumenUns zieht es weiter, den Wind als BegleiterFrei und abgebranntSteh ich mit dir am StraßenrandKomm, wir ziehen losGanz gleich wohin, die Welt ist großFrei und abgebranntDas Haar voll Staub, die Schuh‘ voll SandKomm, ich lad dich einHier schmeckt das Wasser süß wie WeinFrei und abgebranntSteh ich mit dir am StraßenrandUnd das MorgenlichtVerzaubert langsam dein Gesicht

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Bernhard Brink (* 17. Mai 1952 in Nordhorn) ist ein deutscher Schlagersänger sowie Fernseh- und Radiomoderator.

Anfang der 1970er Jahre zog Bernhard Brink, der Sohn eines Architekten, nach Berlin und schrieb sich dort für ein Jurastudium ein. Er stellte sein Studium zugunsten der Musik zurück. Da er keine Prüfung ablegte, wurde er nach 16 Semestern exmatrikuliert. Stattdessen unterschrieb Brink 1971 bei Hansa Records seinen ersten Plattenvertrag. Seinen ersten Fernsehauftritt hatte er 1972 in der ZDF-Hitparade mit dem Titel Bombenfest.Zwischen 1974 und 1981 war er mit insgesamt zwölf Singles in den deutschen Verkaufscharts vertreten. Sein bis heute größter Chart-Erfolg war Liebe auf Zeit, die gesungene Version von Ricky Kings Le rêve, und erreichte Platz 13. Er erreichte mit seinen Titeln Beliebtheit und fand eine Fangemeinde. Die meisten seiner Titel waren Adaptionen englischsprachiger Pop-Titel. Ähnlich wie bei Peter Orloff setzte seine Plattenfirma häufig auf Hits aus der Feder von Nicky Chinn und Mike Chapman, so etwa Frei und abgebrannt und Ich wär’ so gern wie du (beide 1979).In den 1980er Jahren, als das Interesse an deutschem Schlager nachließ, wechselte Brink mehrfach zu immer kleineren Plattenfirmen. Mitte der 1980er Jahre ging seine Popularität zurück, jedoch blieb er, kaum beachtet, mit seinen Produktionen durchgängig am Markt. Sechsmal (1979, 1984, 1987, 1988, 1992 und 2002) scheiterte er bei der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest – kein anderer Interpret beteiligte sich an diesem Wettbewerb so oft wie er. Zu seinen Song-Autoren gehörte um 1982 auch Dieter Bohlen. Bei zwei Versuchen hatte Brink Duettpartnerinnen: Gilda (1988) und Ireen Sheer (2002). Von 1989 bis 1991 komponierte und produzierte der deutsche Popsänger Matthias Reim für ihn. Im Laufe der 1990er Jahre wurde Brink Radio- und Fernseh-Moderator im Bereich des Schlagers. Er moderierte für den Berliner Radiosender Hundert,6 und Fernsehsendungen wie Das Deutsche Schlager-Magazin oder Schlager des Jahres. Er gewann wieder an Bekanntheit und konnte dies für eigene Platten nutzen. Anfang der 1990er Jahre war er als Sänger noch einmal erfolgreich. 1991 erreichte er beim Ersten Deutschen Songfestival hinter Nicole mit dem Lied Geh (eh ich den Kopf total verlier’) den zweiten Platz. Am 2. September 2007 übernahm Brink die Sendung Sonntagsvergnügen beim Hörfunksender Antenne Brandenburg und löste damit den langjährigen Moderator Ekki Göpelt ab 2009 hatte Brink einen Cameo-Auftritt in dem Film Horst Schlämmer – Isch kandidiere!, wo er sich als C-Prominenter selbst auf die Schippe nimmt. 2014 nahm Brink zusammen mit Sarah Latton an der siebten Staffel der RTL-Show Let’s Dance teil. Brink ist offiziell ernannter Botschafter für die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung. Am 20. Februar 2016 kündigte Brink beim Glückwunschfest mit Florian Silbereisen seinen Ausstieg bei Die Schlager des Sommers und Die Schlager des Jahres an. Er fragte Florian Silbereisen, ob er die Nachfolge antreten würde. Im April 2016 nahm Bernhard Brink an der Großen ProSieben Völkerball Meisterschaft teil. Von April 2018 bis Januar 2023 präsentierte Brink monatlich die Schlager des Monats im MDR. Die gewalttätigen Ereignisse in Chemnitz 2018 kommentierte Brink mit den Worten: „Fremdenhass und Gewalt dürfen in unserer Gesellschaft einfach keinen Platz haben.“ Er würde sich freuen, „wenn auch mal wir Schlagersänger von den Organisatoren von Konzerten wie #wirsindmehr gefragt würden“. Brink wirkte als Zeitzeuge in dem Dokudrama Rex Gildo – Der letzte Tanz (2022) von Rosa von Praunheim mit Bernhard Brink lernte die Verwaltungswirtin Ute 1981 kennen und heiratete sie 1987. Beide leben in Berlin. Bei Dreharbeiten Ende Juni 2022 zur Schlagernacht des Jahres hielt Bernhard Brink eine Wutrede in Berlin.

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